Das Schulsystem in der Schweiz erklärt

Das Schulsystem führt (segregiert) die Schüler schnell: Mehr als 60 % absolvieren eine duale Berufsausbildung (CFC) anstelle des Gymnasiums.

Die öffentliche Bildung in der Schweiz ist kostenlos, 11 Jahre lang vollständig obligatorisch und von ausgezeichneter Qualität. Allerdings ist die Struktur sehr kantonal (jeder Kanton legt seinen Studienplan fest) und weist eine Besonderheit auf: die frühe Berufsberatung.

Allgemeine Struktur (HarmoS-Modell)

  • Vorschule (Ecole Enfantine / Kindergarten): Beginnt im Alter von 4 Jahren. Es gibt zwei obligatorische Vorbereitungsjahre.
  • Grundschule (Ecole Primaire / Primarschule): Von 6 bis 12 Jahren (Klassen 3 bis 8). Eine zweite und dritte Sprache (eine weitere Landessprache und Englisch) ist schnell eingeführt.
  • Sekundarstufe I (Cycle d'Orientation / Sekundarstufe I): Von 12 bis 15 Jahren (Klasse 9 bis 11).

Segregation oder „Filières“

Im Gegensatz zu Spanien werden in der Schweiz etwa im Alter von 12 oder 15 Jahren Schüler entsprechend ihrer Qualifikationen und Fähigkeiten auf zwei sehr unterschiedliche Wege ausgerichtet („segregiert“):

  1. Der berufliche Weg (Berufsausbildung / Duale Lehre): Mehr als 60 % der jungen Schweizerinnen und Schweizer entscheiden sich für den Abschluss „Eidgenössischer Fähigkeitsausweis“. Sie arbeiten 3 oder 4 Tage in einem Unternehmen, lernen einen Beruf und besuchen 1 oder 2 Tage den Unterricht. Es ist von Anfang an ein sehr prestigeträchtiger und lohnender Weg.
  2. Der akademische Weg (Gymnasium / Collège / Maturité / Matura): Für diejenigen mit besseren akademischen Noten, die sie auf den direkten Eintritt in die Universität oder die Bundesfachhochschulen vorbereiten.

Hinweis: Das System ist durchlässig; Ein Berufsausbildungsstudent kann in Zukunft über „Gateways“ Zugang zur Universität erhalten.