Eine 25-jährige Frau war mit dem Fahrrad auf einem Weg im Wallis unterwegs. Ein Motorradfahrer überholte sie unsachgemäß, und sie kam nicht mehr nach Hause.

Am vergangenen Samstag gegen 12:30 Uhr mittags fuhr eine 25-jährige Französin mit dem Fahrrad auf dem Chemin de Remeaux in Troistorrents im…

Am vergangenen Samstag gegen 12:30 Uhr mittags fuhr eine 25-jährige Französin mit dem Fahrrad auf dem Chemin de Remeaux in Troistorrents im Unterwallis. Ein Motorradfahrer versuchte zu überholen und prallte frontal gegen sie. Die Rettungskräfte trafen ein, konnten jedoch nichts mehr für sie tun. Die Walliser Kantonspolizei identifizierte sie am Mittwoch: 25 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft des Unterwallis hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um den genauen Hergang des Unfalls zu klären.

Die Geschichte ist nicht besonders kompliziert: Die Radfahrerin fuhr ordnungsgemäß in falscher Richtung. Der Motorradfahrer überholte unsachgemäß. Ein Manöver, das so schiefging, dass es ein Menschenleben kostete – auf einer Bergstraße mitten im August, zur Mittagszeit. In diesem Sommer ist bereits die Rede davon, dass die Schweiz das Land mit dem stärksten Anstieg der Verkehrstoten in Europa ist, und Vorfälle wie dieser helfen zu verstehen, warum.

Radfahren in der Schweiz hat in der Stadt seine Vorteile, dank guter Beschilderung und vieler separater Radwege. Auf den Nebenstraßen in den Bergen kann das Zusammenleben mit Motorrädern und Autos im Sommer jedoch zu einem echten Problem werden. Der Verkehr nimmt zu, ebenso die Geschwindigkeit, und die Randstreifen werden enger. Das Wallis ist im August wunderschön. Es ist aber auch ein Ort, an dem man beim Radfahren die Augen ganz weit offen halten muss.

Wenn du Familie oder Freunde hast, die diesen Sommer auf Bergstrecken Rad fahren, sag ihnen Folgendes: Die Beschilderung und die markierte Fahrspur reichen nicht immer aus, wenn von der anderen Seite jemand mit zu hoher Geschwindigkeit kommt.