Im Kanton Waadt durften in diesem Jahr keine Feuerwerke an Land gezündet werden. Die anhaltende Dürre und die Brandgefahr hatten den Kanton dazu veranlasst, diese auf dem gesamten Landgebiet zu verbieten. Die einzige zulässige Ausnahme bildeten Feuerwerke, die vom Wasser aus gezündet wurden, da der See als Puffer diente, um eventuelle Probleme abzufedern.
Die Gemeinde St-Prex am Ufer des Genfer Sees organisierte damals ihre Feier zum 1. August mit einem Festschiff auf dem See. Es war eine vollkommen legale und perfekt geplante Lösung. Bis das Festschiff in Flammen aufging.
Mitten in der Show geriet die Abschussrampe in Brand. Die Show wurde unterbrochen. Doch die Feuerwerkskörper, die sich noch auf dem brennenden Lastkahn befanden, explodierten noch eine ganze Weile lang spontan, chaotisch und unkontrolliert über dem Genfer See, sehr zur Verwunderung der Zuschauer, die weiterhin vom Ufer aus zuschauten. Es gab keine Verletzten.
Im gesamten Kanton Waadt hatte man wochenlang nach einer Möglichkeit gesucht, den 1. August zu feiern, ohne das Land in Brand zu setzen. Die offizielle Lösung war letztendlich das Einzige, was in dieser Nacht tatsächlich brannte. Und ein krönender Abschluss gab es schließlich doch. Es war zwar nicht der geplante, aber es gab ihn immerhin.