Wenn du aus Valencia, Katalonien, Murcia oder einem anderen Ort an der Mittelmeerküste kommst, kennst du ihn sicher schon. Er ist klein, schwarz mit weißen Streifen, beißt tagsüber zu, macht fast kein Geräusch, und bevor du es merkst, hast du schon die Bissspur.
Die Tigermücke (Aedes albopictus) ist im Wallis anzutreffen. Diese Woche führten die kantonalen Behörden die erste vorbeugende Sprühaktion im Kanton durch. Es ist nicht so, als wäre sie aus dem Nichts aufgetaucht: Das BAG beobachtet seit Jahren ihre Ausbreitung von Südeuropa ins Landesinnere der Schweiz. Doch der Übergang zu vorbeugenden Sprühmaßnahmen markiert einen Wandel.
Für jemanden, der seit Jahren in der Schweiz lebt, ohne jemals in Südeuropa gelebt zu haben, mag das übertrieben klingen. Das ist es aber nicht. Die Tigermücke ist nicht einfach nur «eine weitere Mücke»: Sie sticht mehrmals hintereinander (die gewöhnliche Mücke sticht einmal und fliegt dann weg), ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang aktiv und kann Dengue-Fieber und Chikungunya übertragen, wenn der Epidemieüberträger vorhanden ist. Das Übertragungsrisiko in der Schweiz ist derzeit noch sehr gering. Aber es steigt mit dem Klimawandel.
Praktische Tipps: Lange Kleidung in Gebieten mit dichter Vegetation, Fliegengitter an den Fenstern, Beseitigung von stehendem Wasser auf dem Balkon oder im Garten (Blumentöpfe, Eimer, Untersetzer). Insektenschutzmittel mit DEET oder Picaridin sind wirksam. Und falls Sie einen Fall entdecken, stellt das BAG auf seiner Website ein Meldeformular zur Verfügung.