Der Mann, der in einem Garten in Genf zwei Ziegen geköpft hat, wird nun beschuldigt, einen Nachbarn angegriffen zu haben. Außerdem hat er elf Verurteilungen in Frankreich.

Im Juli 2024 wurden im Jardin Robinson in Châtelaine-Balexert am Stadtrand von Genf zwei Ziegen mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Ein…

Im Juli 2024 wurden im Jardin Robinson in Châtelaine-Balexert am Stadtrand von Genf zwei Ziegen mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Ein seltsamer Vorfall in einem Nachbarschaftsgarten, der damals wie ein Einzelfall erschien. Monate später wurde ein Verdächtiger festgenommen: ein 47-jähriger Franzose. Bis dahin war es bereits eine seltsame Geschichte.

Nun ist bekannt geworden, dass derselbe Mann in den Übergriff auf einen Nachbarn im Februar dieses Jahres verwickelt sein soll. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat zudem beantragt, dass eine psychiatrische Begutachtung durchgeführt wird.

Am auffälligsten ist, was die „Tribune de Genève“ über seine Vorstrafen veröffentlicht hat. In Frankreich wurden zwischen 1999 und 2021 elf Verurteilungen gegen ihn ausgesprochen, darunter auch wegen Gewalttaten. In der Schweiz war er bereits wegen Sachbeschädigung aktenkundig. Die Bundesanwaltschaft verfolgt ihn zudem in einem Verfahren wegen Brandstiftung. Das ist nicht gerade das Profil von jemandem, von dem man nichts wusste.

Der Austausch von Strafregisterauszügen zwischen der Schweiz und Frankreich existiert auf dem Papier. Die Frage, die unbeantwortet bleibt, ist, wie jemand mit einer solchen Vorgeschichte über Jahre hinweg in zwei Ländern Vorstrafen ansammeln kann, ohne dass bereits vor Erreichen dieses Punktes schwerwiegendere Konsequenzen eingeleitet werden. Die Ermittlungen dauern an.